Travel Diaries #5: Backpacking in Ecuador und Kolumbien

Travel Diaries #5: Backpacking in Ecuador und Kolumbien

Ein gutes Jahr ist es jetzt her, seitdem ich von meiner achtmonatigen Reise aus Lateinamerika zurück gekommen bin. Vor wenigen Tagen habe ich einen noch nicht veröffentlichten Artikel auf dem PC gefunden, der einen Großteil meines Reiseabschnitts von Ecuador und Kolumbien beschreibt. Die Erfahrung ist mittlerweile zu weit entfernt für mich, um auch das letzte Ende der Reise (Mittelamerika) zu verschriftlichen. Aber ich möchte euch die folgenden Erlebnisse nicht vorenthalten.

Leider wurde mir bereits in Kolumbien mein Handy mit allen Bildern geklaut, weshalb in diesem Artikel ungewöhnlich wenig Bilder eingebettet sind. Ich hoffe, du genießt es trotzdem 😉


 

Ecuador

 

Entsprechend unserem Plan haben wir es tatsächlich geschafft, noch vor Neujahr ins nächste Land vorzurücken. Der Grenzübertritt nach Ecuador über das kleine Dorf La Balza verlief allerdings nicht ganz ohne Probleme.

Wir hatten nämlich die maximale Aufenthaltsdauer (90 Tage) um 22 Tage überzogen und mussten deshalb nachbezahlen. Vorsorglich waren leider schon alle peruanischen Soles ausgegeben und wir mussten knapp 3 Stunden zurück in den letzten Ort mit Bankautomat fahren. Die Nacht war schon längst eingebrochen…

 

Neuer Tag – neues Glück. Die Stempeldame beauftragte uns noch mit der Kopie unserer Dokumente im Laden nebenan; dann durften wir endlich die Brücke und damit die erste Grenze unserer Reise überqueren. Wie aufregend! 🙂

Ein LKW mit aufgeschraubten Bankreihen auf der Ladefläche brachte uns über einen holprigen Jungelpfad nach Valladolid – die erste Stadt auf ecuadorianischer Seite. Pünktlich am 30.12. fuhren wir von dort aus per Nachtbus in den Ort, an dem wir Silvester feiern wollten.

 

Vilcabamba

Vilcabamba ist ein idyllisch gelegenes Ökodorf, das bekannt ist für die hohe Lebenserwartung seiner Bewohner (auch „Tal der Hundertjährigen“ genannt). Seit einem Jahrzehnt besetzen es vermehrt nordamerikaische Hippie-Rentner und Backpacker auf der Suche nach psychedelischen Erfahrungen.

Überall werden hier Falafel, Green Smoothies, Biogemüse und Superfoods angeboten. Es gibt Massagen, Ayahuasca-Zeremonien und ein Meditationszentrum. Der Lebensstandart ist deutlich höher als in Peru, doch der Preissprung von Soles (Peru) auf Dollars (Ecuador) ließ uns erstmal schlucken.

 

Auf dem Platz im Dorfzentrum liefen bei unserer Ankunft schon geschäftige Vorbereitungen für die Feier zum Jahreswechsel. Eine Bühne wurde aufgebaut, Artisten spielten sich warm, Puppen wurden gebastelt. Wir suchten uns erstmal ein gemütliches Hostel in einer Seitenstraße.

Im „Jardin Escondido“ (deutsch: „Versteckter Garten“) ruhten wir uns aus für die Nacht und kamen mit ein paar Franzosen und Amerikanern ins Gespräch. Bei Gitarrenmusik, Kartenspielen und Bier stimmten wir uns ein, während Mitternacht immer näher rückte.

 

Kurz vor 12 veröffentlichte ich noch schnell den Artikel zu unserem Monat in Huanchaco, dann spazierte unsere Truppe zum Zentrum. Auf dem Platz hatte sich mittlerweile fast das ganze Dorf versammelt. Es lief lateinamerikanische Livemusik und erste Pyrotechnik wurde von Ungeduldigen gezündet.

 

Zum Jahreswechsel begann ein phänomenales Feuerwerk die umliegende Berglandschaft zu erhellen. Die Liveband legte noch einen Zahn zu. Spanische und amerikanische Neujahrswünsche wurden vom Wind über den Platz getragen. Kleine Kinder mit Masken rannten aufgeregt umher und zündeten Wirbelkreise und Knallfrösche.

Überall verbrannten jetzt Einheimische symbolisch die vorbereiteten Puppen und sprangen über die Flammen. Das Dorfzentrum war hell erleuchtet und vibrierte vor Energie. Was für ein Start in das Jahr 2016!

 

Die nächsten Tage erkundeten wir weiter Vilcabamba, genossen die gute Verpflegung und besuchten das Meditationszentrum. Außerdem ließen wir uns nicht die Sicht von den Bergen auf das kleine Dorf im Tal entgehen. Auf den steilen Pfaden nach oben passierten wir skurril geformte Bäume, fingerlange Insekten und beeindruckende Felsformationen.


Dieser Fleck Erde im Süden Ecuadors ist unglaublich schön und das entspannte Flair dort brachte uns in diesen Tagen tiefe innere Ruhe. Doch der Wunsch, neues zu entdecken, trieb uns schließlich weiter und so fuhren wir über Cuenca und Guayaquil Richtung Norden und weiter zur Küste.

 

Montañita

Montañita ist der Partyort Ecuadors schlechthin. An der Küste gelegen zieht er nicht nur badewütige Feiertouristen, sondern auch jede Menge Surfer an. So ist auch Lorenzo aus Huanchaco nach Norden aufgebrochen, um sich in den Wellen von Montañita auszutoben. Ihn wollten wir dort wieder treffen und uns ein eigenes Bild dieses Partyepizentrums machen.


Schon bei unserer Ankunft (an einem Freitag Abend) bestätigten sich uns die Gerüchte. Auf allen Straßen dröhnte bassbetone Tanzmusik aus den Clubs, betrunkene Backpacker steuerten in kleinen Gruppen umher, an den Ecken wurden uns verschiedene Drogen angeboten. Überall bunte Lichter, abgefahrene Dekorationen, Reizüberflutung pur.

Froh, ein günstiges Hostel gefunden zu haben, brachen wir im Dunklen zum Strand auf (3 Minuten Fußweg). Der mindestens 200m breite Sandstreifen zog zich die gesamte Bucht entlang bis zum Ende der Kleinstadt. Ein erster Test mit den Füßen im Wasser bestätigte – hier brauchen wir kein Neopren mehr zum Surfen!

 

Die nächsten Tage verbrachten wir mit ausgedehnten Spaziergängen durch Montañita, kurzweiligen Surfgängen auf den phänomenalen Wellen, dem Genuss deliziösen Essens an den vielen Ständen und Meditation am Strand. Auch tanzen waren wir gelegentlich, doch konnten wir mit dem Rhythmus des Ortes nicht mithalten. Die anderen Besucher der Partystadt nämlich wurden des Feierns nicht müde, und so lief jeden Tag von 10 Uhr morgens bis 5 Uhr morgens lautstark Musik in den verschiedenen Clubs.


Uns jedenfalls ging dieser Lifestyle schon nach wenigen Tagen auf die Nerven und wir suchten etwas außerhalb Zuflucht. Silvio quartierte sich in einem Campinghostel mit unserem Zelt ein, ich zog wegen der Hitze lieber ein Hostel mit Ventilatoren vor. Dort nahmen wir dann auch eine Woche lang täglich Einzelunterricht in Spanisch, was uns beiden endlich auf’s jeweils nächste Sprachlevel verhalf.

Doch das Leben in einer Touristenstadt ist teuer und täglicher Einzelunterricht trägt seinen Teil dazu bei. Wir entschieden uns also recht bald, Montañita zu verlassen und zogen weiter ins Inland, in die Berge, nach…

 

Baños

Baños liegt am Fuße des Vulkans „Tungurahua“ in einem kleinen Talkessel im zentralen Bergland Ecuadors. Die Stadt ist seit Jahren ein beliebtes Ziel für Aktivtouristen. Außer Mountainbiken, Wandern und Reiten kann mensch die dortige Wildwasserlandschaft befahren, Felswände hochklettern und sich abseilen lassen, Fallschirm segeln oder von einer Brücke springen (wenn gewünscht, auch mit Sicherung ;D).

Wegen der hohen Auswahl an Aktivitäten sind die Straßen in Baños gepflastert mit Outdoor-Agenturen, die regelmäßige Tagesausflüge und Gruppentouren anbieten. Angepasst an die Zielgruppe sind die Preise auch dementsprechend europäisch (bzw. nordamerikaisch). In Anbetracht unseres limitierten Budgets haben wir das vorhandene Angebot deshalb eher sparsam genutzt.

 

Einmal zum Beispiel liehen wir uns Mountainbikes aus und ließen uns von einem Taxi auf einen nahegelegenen Berg fahren. Von dort aus starteten wir eine eindrucksvolle fünfstündige Radtour mit Blick auf den monumentalen Vulkan, durch feuchtwarme Nebelfelder, vorbei an regenwaldartiger Vegetation und tosenden Wasserfällen. Währenddessen filmte ich uns und unsere Umgebung, untermalt von filmreifen Kommentaren (leider gingen auch diese mit dem Diebstahl meines Handys verloren).


Ein anderes Mal brachte uns ein Minivan voller mit Spiegelreflexkameras bewaffneter „Backpacker“ auf einen Berg über der Stadt, auf dem das „casa de arbol“ („Baumhaus“) steht. Direkt an der Kante der Klippe befindet sich ein riesiger Baum mit einer kleinen Holzhütte im Geäst. Die Schlange vor dem Stamm wartet allerdings nicht auf den Eintritt in das Häuschen, sondern auf die Möglichkeit, die Riesenschaukel zu benutzen, die aus der Baumkrone hängt. Die Schaukler passieren dabei die Kante des Plateaus und können in der Schwerelosigkeit einen atemberaubenden Blick auf das grüne Waldmeer darunter genießen.

 

Nach einer knappen Woche in Baños hatten wir einen Teil der Umgebung wandernd, Fahrrad fahrend und schaukelnd erkundet und den Rest wegen zu hohen Kosten vorerst verworfen. Wir packten also erneut die Rucksäcke und fuhren per Bus in Richtung Norden, nach Latacunga. Von dort aus brachte uns ein inoffizielles Taxi zu der Caldera „Quilotoa“.

 

Quilotoa

Quilotoa ist gleichzeitig der Name eines Vulkankraters und des darin befindlichen Kratersees in den westlichen Anden Ecuadors. Nach einer kalten Nacht im Zelt (auf etwa 3500 m) und einem kräftigenden Frühstück brachen wir – Atemwolken vor den Mündern – auf zur Kante des Kraters.


Der Farbton des Lagunenwassers war unbeschreiblich. In der frühen Morgensonne schimmerte die Oberfläche des Sees in einem tiefen Blau wie ein perfektes Spiegelbild des Himmels darüber. An den Rändern verlief das Azur sanft zu einem satten Türkisblau, das an perfekte Werbebilder für Karibikstrände erinnerte. Kleine Wolken warfen bizarre Schatten auf das Wasser und erzeugten ein faszinierendes Spiel blauer Schattierungen. Wir starrten gebannt auf dieses Naturschauspiel.

Wenig später nahmen wir den Aufstieg zum höchsten Punkt des Kraters (3914 m) in Angriff und passierten dabei einen Stand, an dem ecuadorianische Frauen Snacks und Getränke verkauften. Auf Nachfrage erzählten sie uns, dass sie den Weg von ihrem Dorf hoch zum Krater jeden Tag erneut zurücklegten. Wir warfen erst einen skeptischen Blick auf die faltige alte Frau, die im Schatten auf ihrem Hocker saß, und dann auf die Ansammlung von Häusern, die sich im Spielzeugformat hunderte Höhenmeter unter uns an die Bergflanke schmiegte. Meinen Respekt hat diese Frau aber sowas von sicher!

 

Wir jedenfalls genossen weiter die körperliche Herausforderung, die in jedem Moment mit einem Seitenblick auf die farbenfrohe Lagune belohnt wurde. Nach etwa fünf Stunden hatten wir den See (Durchmesser 3 km) einmal umrundet und unsere Vorräte komplett verzehrt. Blöderweise merkten wir erst jetzt, dass die Höhensonne etwas intensiver als gedacht war und unsere Haut eine ungesunde Rottönung angenommen hatte…

 

Noch an diesem Tag nahmen wir einen Bus nach Quito, in die Hauptstadt Ecuadors. Dort verweilten wir einige Tage, flanierten durch die architektonisch bemerkenswerte Altstadt, nahmen an einer „free walking tour“ teil, besuchten den geographischen Äquator am Monument „mitad del mundo“ (ca. 23 km nördlich der Stadt) und trafen uns mit dem Kanadier Darrell wieder, den wir zuletzt in Huanchaco gesehen hatten.


Wir entschieden uns, für den nächsten Abschnitt der Reise mit Darrell zusammenzubleiben und unsere bisherigen Geschichten auszutauschen. Kurzfristig verließen wir Quito und reisten weiter nach Norden in Richtung…


 

Kolumbien

 

Auch der zweite Grenzübertritt war unvorhergesehen mit Strapazen verbunden. Da wir in Peru einen Ausreisestempel bekamen, aber keine Bestätigung einer Einreise auf ecuadorianischer Seite, waren wir offiziell nie in Ecuador. Die Grenzbeamten wollten uns deshalb nicht nach Kolumbien einreisen lassen.

Wenig motiviert, noch einmal zur peruanischen Grenze zurückzureisen, überquerten wir lieber ungesehen im Dunklen die Brücke nach Kolumbien. Auch Darrell kam nicht ganz ungeschoren davon. Als Kanadier musste er für die Einreise nach Kolumbien umgerechnet 70 $ bezahlen.

 

Im Land der Drogenbanden und heißblütigen chicas legten wir zu Beginn ein schnelles Reisetempo an den Tag. Unser kanadischer Freund reiste seit Peru mit einem Surfboard durchs Inland und wollte schnellstmöglich wieder Wellen unter den Füßen spüren.

In den ersten zwei Wochen passierten wir die Städte Pasto, Popayan und Cali, in denen wir jeweils nur wenige Nächte verbrachten. Der nächste etwas längere Stop war in Salento – einer kleinen Stadt in den kolumbianischen Anden, die hauptsächlich vom Kaffeeanbau und Tourismus lebt.

 

Salento

Wir quartierten uns in einem gemütlichen Hostel mit dem Namen “estrella de agua” (“Wasserstern”) ein und genossen erstmal die Ruhe nach der Reisehektik der letzten Tage. Der hosteleigene Papagei sorgte mit seinem “¿Quiere cacao?” und “¡Rico, riiico!” (“Wollen Sie Kakao? Lecker!”) für amüsante Unterhaltung.

 

Mit einem kleinen Jeep fuhren wir am nächsten Tag zu zehnt (2 Menschen stehend auf Trittbrettern) zu unserem ersten Ausflugsziel bei Salento – dem Cocora-Tal. Nach etwa 20 Minuten erreichten wir eine saftig grüne Wiese, die sich auf beiden Seiten des Tals sanft die Berge hochzog. Gleichmäßig verteilt standen überall 25 – 50 m hohe Wachspalmen, die Stämme nicht dicker als 40 cm.

Beeindruckt von diesem Anblick folgten wir zu Fuß dem Pfad durchs Tal. Stundenlang wanderten wir durch verwunschene Waldszenarien an einem kleinen Fluss entlang (wir fanden sogar einen versteckten Wasserfall), rasteten auf einem kleinen Naturschutzhof mit Kolibris und einem Bergtapir und überwunden einen Bergkamm, um zurück zu unserem Startpunkt zu gelangen.


Ein anderes Mal wanderten wir von Salento aus etwa eine Stunde zu einer biologischen Kaffeefarm. Dort bekamen wir im Rahmen einer zweistündigen Führung den kompletten Weg vom Pflanzen der Kaffeesträucher bis zur fertigen Tasse erklärt. Wir durften sogar selbst reife Kaffeebohnen pflücken (eine mühsame Arbeit, sage ich dir!). Diese werden dann in einer Mühle von ihrer weichen Hülle befreit, gewaschen, in der Sonne getrocknet und in mehreren Schritten geröstet.

Für eine Tasse Kaffee werden im Schnitt 17 geröstete Bohnen benötigt. Am Ende der Führung durften wir dann das Produkt verkosten – natürlich mit frisch gemahlenen Bohnen und edlem Baumwoll-Kaffeefilter. Noch nie zuvor habe ich eine Tasse Kaffee so bewusst genossen. Den herben, leicht süßlichen Geschmack vermisse ich noch immer…

 

Von Salento aus fuhren Darrell und ich weiter nach Medellin. Silvio war inzwischen nach Bogota aufgebrochen, um dort bei Freunden der Familie, die regelmäßig nach Deutschland fliegen, unnötigen Ballast abzugeben (Schlafsack, Wanderschuhe). Diese Sachen haben wir mittlerweile zurück bekommen.

Die Stadt Medellin allerdings hielt mich nicht lange. Ich brach schnell weiter auf in Richtung Norden, während Darrell auf die Rückkehr von Silvio wartete. Wir wollten uns alle wieder an der Karibikküste treffen.

 

Cartagena

Mein nächster längerer Stopp sollte in der berühmten Kolonialstadt Cartagena sein. In der Millionenstadt verbrachte ich eine knappe Woche in einem Hostel, das internationale Gäste beherbergte. Unter anderem lernte ich dort den Deutschen Phil kennen, der mir seine Freundin Andrea (aus Kolumbien) vorstellte. Die beiden hatten sich das erste Mal in Deutschland getroffen, als Andrea auf einer Sprachreise unterwegs war.

 

Mit Andrea und Phil zusammen erkundete ich die wunderschöne Innenstadt mit prächtigen Bauwerken und blumengeschmückten Balkonen überall und spazierte auf der historischen Stadtmauer mit Blick auf die Karibik. Wenn die Temperaturen um die Mittagszeit nicht allzu nah an die 40°C reichten, besuchten wir auch mal die alte Festung “Castillo San Felipe de Barajas”, die majestätisch über der Stadt thront.


Und an einem Abend nahmen wir sogar an einer Rundfahrt in einem der überdrehten Partybusse (“chivas”) teil. Drei Stunden lang gurkten wir mit typisch karibischer Livemusik an Bord und kunterbunten Lichtern in jeder Ecke durch die Straßen Cartagenas, während der Schnaps in Strömen floss und die Stimmung immer ausgelassener wurde. An jeder Ampel wurden uns von Straßenhändlern Bierflaschen und Handrasseln in den Bus gereicht und lautstark Preise entgegen gerufen.

Der Abend hatte seinen Höhepunkt, als wir gegen Mitternacht an einem Club hielten und für die nächste Stunde exzessiv zu kolumbianischen Reggaeton, Rumba und anderen Rhythmen abgingen. Mein Gehör brauchte nach dieser Nacht einige Zeit zum Regenerieren.

 

Ein nicht ganz so schöner Vorfall ereignete sich an einem anderen Abend, als ich allein auf dem Weg zurück ins Hostel war. Eine Prostituierte kam plötzlich auf mich zu, versuchte mich für ihre Dienste anzuwerben und griff mir in den Schritt. Ich befreite mich genervt aus ihrer Umklammerung und lief schnell weiter. Ein Block weiter bemerkte ich, dass mein Handy verschwunden war – und ebenso die Gunstgewerblerin.

Ohne Backup waren alle seitdem geschossenen Fotos verschwunden und auch die Möglichkeit, weitere Bilder zu machen, dahin. Deshalb sind die meisten Bilder in diesem Artikel aus dem Internet.


So traurig der Diebstahl meines Handys auch war, es ermöglichte mir, die kommende Zeit bewusster und achtsamer zu genießen. Von Cartagena aus reiste ich weiter nach Santa Marta, wo ich Silvio und Darell wiedertraf.


 

Hier hört der Artikel leider auf. Im weiteren Verlauf der Reise besuchten wir die Orte Minca (idyllisches Dorf umgeben von Urwald) und Palomino (wo wir in einer Kommune unterkamen). Im Anschluss fuhren Silvio und ich über Cartagena, Sincelejo, Monterìa (wo wir aufgrund einer Straßensperre durch die kolumbianische Guerilla etwas verharren mussten) und Necoclì weiter nach Capurganà (Grenzdorf nach Panama). Über die Strapazen bei diesem Grenzübertritt erzähle ich gerne persönlich auf Nachfrage 😉

Unsere Reise endete nach etwa weiteren drei Wochen in Mittelamerika (Panama, Costa Rica und Nicaragua).


 

Bildquellen:

  • Creative Commons (Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en)
    • https://commons.wikimedia.org/wiki/File:VilcabambaEcuador.JPG
    • https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Monta%C3%B1ita_Ecuador74.jpg
    • https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ba%C3%B1os_de_Agua_Santa.JPG
    • https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Palma_de_Cera,_Colombia.jpg
    • https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Plaza@Cartagena.jpg
  • Privat

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*